Allein unterwegs – Geschichten über Mut, Zweifel und Freiheit
Manchmal beginnt ein neuer Weg nicht mit einem grossen Plan, sondern mit einem leisen Gefühl, dass sich etwas verändern muss.
Mit 45 Jahren habe ich meine erste Solo-Reise gewagt – und sie führte mich nach Australien. Bis dahin war ich beim Reisen nie auf mich allein gestellt gewesen, und solo unterwegs zu sein, war lange unvorstellbar für mich. Nach einer Trennung entstand jedoch der tiefe Wunsch, meinen eigenen Weg zu gehen und mich selbst zu verwirklichen. Schritt für Schritt wurde ich mutiger. An alle Frauen da draussen, die vielleicht auch zögern oder denken, sie seien zu alt: Ihr schafft das auch!
Und so stieg ich ins Flugzeug nach Brisbane. Mit im Gepäck waren nicht nur meine Sachen, sondern auch Zweifel, Unsicherheit und diese leise Frage: Kann ich das wirklich?
Ich konnte. Was in Brisbane als mutiger Schritt in einer Sprachschule begann, wurde schnell zu etwas viel Grösserem. Das Gefühl des Alleinseins verschwand und machte Platz für Freiheit, Leichtigkeit und Vertrauen in mich selbst. Diese Reise war mein Startschuss – und der Moment, in dem ich anfing, die Welt durch eine neue Linse zu sehen. Damals noch ganz einfach, mit meinem Handy.
Es war kein perfekter Anfang. Aber ein echter.
Wie aus diesem ersten Abenteuer eine unstillbare Sucht nach Freiheit wurde, wie mich mein Weg nach Costa Rica und Brasilien führte und warum ich mir schliesslich für die Berggorillas in Uganda meine erste richtige Kamera kaufte – das erfahrt ihr in den nächsten Kapiteln meines Reisetagebuchs.
Kommst du mit auf die Reise?
Ich sitze am Ufer des Brisbane River und blicke nachts auf die hell erleuchtete Skyline von Brisbane, Australien.